Persönlich durfte ich bereits einige BPW-Mitglieder und deren Angehörige in meinem Beruf als Bestatterin begleiten und es wurde sehr geschätzt, dass wir fast «familiär» den Weg miteinander gehen durften.
Nicole Jöri
BPW
BPW Nicole Jöri
Magst Du Dich kurz vorstellen und uns etwas über deinen beruflichen oder persönlichen Hintergrund erzählen?
Ich werde 58 Jahre jung, lebe mit meinem Mann Toni, unseren 2 Hunden und 7 Hühner im idyllischen Egolzwil, dass im Luzerner Hinterland liegt. Mein Mann ist Schreiner und hat wurde jeweils gerufen, wenn Menschen im Dorf gestorben sind. So hat er parallel zur Schreinerei auch Verstorbene «eingesargt». Nach und nach hat mich die Begleitung auf dem letzten Weg fasziniert. Und so darf ich als Spätberufene einer wunderbaren Arbeit nachgehen.
Nachdem ich den eidg. Fachausweis als Bestatterin absolviert habe, wurde die Begleitung von Verstorbenen und ihrer Angehörigen, komplett neu angegangen. So gehört nicht nur eine sorgfältige Einbettung dazu, sondern auch immer ein Verabschiedungsritual, in welcher Form auch immer. Wichtig ist auch die pietätvolle Begleitung der Angehörigen und herauszufinden, was für die letzte Reise der Verstorbenen gewünscht wird. Wir unterstützen bei Formalitäten, Behördengängen, Blumen, Dekoration Aufbahrung/Kirche, Todesanzeige, Leidzirkular, Restaurant, Catering… bis hin zur Gestaltung der ganzen Trauerfeier in Gedenkräumen oder in der Natur. Ein «Nein, das geht nicht», kennen wir nicht! Daher haben wir einen unglaublich spannenden Beruf. Welcher Todesfall und welche Familie erwarten uns heute… das sind immer wieder spannende und bewegende Momente.
Was hat Dich dazu bewegt, dem BPW Club Luzern beizutreten? Gab es ein bestimmtes Ereignis oder Ziel, das Dich dazu inspiriert hat?
Meine BPW-Gotte Rita Jeggli hat mich inspiriert, an einem BPW-Anlass teilzunehmen. So war ich das erste Mal in Uri an einem Vortrag einer jungen Frau, die den Himalaya allein erklommen hat. Sie hat uns von ihren Höhen, Tiefen und Herausforderungen erzählt, das war unglaublich spannend. Die Begegnung mit den vielen Frauen aus ganz verschiedenen Berufsfeldern war sehr faszinierend. Daher habe ich mich dazu entschlossen, mich beim BPW Club Luzern anzumelden.
Mit welchen Erwartungen bist Du dem BPW beigetreten und wie haben sich diese bisher erfüllt?
Das Netzwerk möglichst zu pflegen! Freundschaftliches Zusammenkommen mit interessanten Frauen aus einer Vielfalt von Berufen. Persönlich durfte ich bereits einige BPW-Mitglieder und deren Angehörige in meinem Beruf als Bestatterin begleiten und es wurde sehr geschätzt, dass wir fast «familiär» den Weg miteinander gehen durften.
Gibt es ein Event oder Erlebnis im BPW, das Dich besonders inspiriert oder beeindruckt hat?
Es sind oftmals sehr schöne Anlässe! Die Sommeranlässe auf dem Schloss Heidegg und beim Gartenbauunternehmen Hodel & Partner in Malters, der Besuch des Löwendenkmals, das Weihnachtsessen in der Zunftstube Luzern oder auch die Reise nach Thun gehören zu meinen Highlights.
Wie hat die Mitgliedschaft im BPW Dich persönlich oder beruflich weitergebracht? Gibt es besondere Begegnungen oder Momente, die Dir in Erinnerung geblieben sind?
Die vielen verschiedenen Frauen aus einer Vielzahl an Berufen und Altersgruppen bewegen mich immer wieder aufs Neue. Es gibt immer wieder spannende Begegnungen, Austausche und gemeinsame Interessen.
Autorin: Nicole Jöri
Foto: Nicole Jöri
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