Veröffentlicht: 13.02.2026
Trotz Bundesgesetz und Verfassungsauftrag erhalten Frauen in gleicher Funktion für gleichwertige Leistung rund 12 % weniger Lohn. Die Business and Professional Women (BPW) organisieren jährlich den Equal Pay Day, um die breite Gesellschaft auf diesen Missstand aufmerksam zu machen.
Wie relevant der Equal Pay Day noch immer ist, zeigt die Zwischenbilanz des Bundesamtes für Justiz zum revidierten Gleichstellungsgesetz, die aufzeigt, dass mehr als die Hälfte aller Unternehmen ihre gesetzliche Pflicht zur Lohnanalyse nicht erfüllen.
Die Lohnstrukturerhebungen des Bundesamts für Statistik weisen nach wie vor grosse Lohnunterschiede zwischen Frau und Mann nach, die sich durch objektive Faktoren wie berufliche Stellung, Dienstjahre oder Ausbildungsniveau nicht erklären lassen.
Der weltweit begangene Equal Pay Day macht diese Diskriminierung sichtbar: Je grösser die Lohnungleichheit in einem Land, desto später im Jahr findet er statt, sprich, bis zu diesem Tag arbeiten die Frauen gratis. In der Schweiz fällt er im Jahr 2026 auf den 13. Februar. Der aktuelle Lohnunterschied (Median) beträgt gemäss der schweizerischen Lohnstrukturerhebung (2022) 12 % im privaten Sektor.
Lohnungleichheit trotz Verfassungsauftrag
Die Schweizer Unternehmen haben auch 26 Jahre nach in Krafttreten der Bundesverfassung, die gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit zusichert, diese Pflicht noch nicht umgesetzt. Es wäre auch im Sinne der Gesamtwirtschaft, dass Frauen ihr eigenes Auskommen sichern können.
Ein gerechter Lohn ermöglicht selbstbestimmte Entscheide über das eigene Leben. Wer weniger in die Pensionskasse einzahlt, muss damit rechnen, im Pensionsalter auf Ergänzungsleistungen angewiesen zu sein. Da Frauen im Lauf ihres Erwerbslebens häufig ihr Pensum reduzieren, um Kinder oder Angehörige zu betreuen, sind sie häufig von Altersarmut betroffen, weil sie dadurch deutlich weniger in die Pensionskasse einzahlen können.
BPW setzen sich weltweit seit vielen Jahren für die Chancengerechtigkeit für Frauen im Berufsleben ein. Es braucht: